Der
Drachenflieger, Flatterus Kitus, ist eine der verbreitetsten Lebensformen
dieser Erde. Es gibt eigentlich keine Region, in der er nicht heimisch
geworden ist. Es wurde zwar versucht, diese Gattung in einigen Gegenden
auszurotten, aber er paßte sich nicht nur immer wieder an, sondern
er brachte immer mehr neue Unterarten hervor, so daß man heute von
einer richtigen "Plage" sprechen kann. Als Beispiel sei hier nur die Insel
Fanö aufgeführt, die jedes Jahr im Juni 14 Tage unter dieser
Plage zu leiden hat. Sie tauchen dort zu Tausenden auf, fallen über
die Insel her, balzen dort und verschwinden, zwei Wochen später, genau
so rätselhaft wie sie aufgetaucht sind.
Es scheint sich
hier um das gleiche Phänomen zu handeln wie bei den Lemmingen, die
sich auch einmal im Jahr versammeln, um dann im Meer gemeinsam Selbstmord
zu begehen. Der Flatterus Kitus springt nicht ins Meer, sondern wandert
von da aus wieder zurück in sein Heimatrevier. Warum er einmal im
Jahr diese Wanderung auf sich nimmt, ist bis heute ein Rätsel. Der
Fortpflanzung scheint sie nicht zu dienen. Es scheint eher den Anschein
zu haben, daß es sich hier um eine Geselligkeitsorgie handelt
In den letzten
Jahren wurden immer mehr Städte und Gemeinden Opfer dieser geselligen
Tiere. Berlin Hoppegarten, Lünen, Hamburg, Damp, um hier nur einige
zu nennen, melden die gleichen eigenartigen Zusammenrottungen, die inzwischen
Tausende von Schaulustigen anziehen.
Wir wollen uns
heute einige dieser Unterarten etwas genauer betrachten:
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Flatterus
Kitus "Kitus"
Erkennungsmerkmale:
Ein
bis zwei Drachen unterm Arm, meistens mit
Jungtieren
anzutreffen.
Soziales Verhalten:
Geselliges
Herdentier, revierbildend in der Balzzeit.
Besonderheiten:
Die
eigentliche Urform der Kiterfamilie, tauchte früher nur in der
Herbstzeit,
bei Sonnenschein und Wind, auf Stoppelfeldern auf,
balzte
dort kurze Zeit und verschwand dann wieder. |
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Flatterus
Kitus "Extremus"
Erkennungsmerkmale:
Drachentasche,
selten mit Jungtieren anzutreffen.
Soziales Verhalten:
Geselliges
Herdentier, aber extrem revierbildend. Das Revier wird
gnadenlos
gegen Artgenossen verteidigt, auch außerhalb der Balzzeit.
Besonderheiten:
Ist
immer und überall anzutreffen.
Die
Witterungsverhältnisse spielen dabei keine Rolle. |
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Flatterus
Kitus "Muskulus"
Erkennungsmerkmale:
Trapezgeschirr,
Lenkstange, riesige "Balzorgane", Schleifspuren
im
Sand oder auf der Wiese, verursacht durch rutschende Fortbewegung.
Soziales Verhalten:
nicht
revierbildend, stört manchmal die Balz anderer.
Besonderheiten:
Eine
der schillerndsten Unterarten dieser Gattung. Erst ab 3 Windstärken
anzutreffen und dann auch nur vereinzelt. Auch stärksten Verletzungen
können
diese Art nicht davon abhalten immer wieder so auffällig zu balzen. |
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Flatterus
Kitus"Tüftelkus"
Erkennungsmerkmale:
Werkzeugkiste,
verändert ständig sein Balzorgan,
des
öfteren von Flatterus Kitus "Kopierus" belagert.
Soziales Verhalten:
geselliges
Herdentier,
vor
der Balzzeit meist Einzelgänger.
Besonderheiten:
Diese
Unterart ist technisch sehr begabt.
Die
anderen Arten verdanken dieser Unterart ihre Balzorgane. |
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Flatterus
Kitus "Gähnus"
Erkennungsmerkmale:
Liegestuhl,
Kühlbox, Drachentasche, Handwägelchen,
dösend
im Revier herumliegend.
Soziales Verhalten:
extrem
gesellige Unterart, ruhiges Balzverhalten,
meist
mit Partner und Jungtieren anzutreffen,
kaum
revierbildend.
Besonderheiten:
ausgesprochenes
Schönwettertier, das die Geselligkeit mehr liebt als die Balz. |
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Flatterus
Kitus "Teamus"
Erkennungsmerkmale:
kleine
Gruppe, die fast identisch aussieht
und
gleichfarbene Balzorgane besitzt.
Soziales Verhalten:
Balzt
immer nur in Gruppen. Die Gruppe ist dann sehr revierbildend
und
verteidigt dieses auch in den Balzpausen vehement.
Besonderheiten:
Die
einzige Art, die sich bei der Balz einer Gruppe unterordnet. Warum er in
der Gruppe balzt, ist bis heute ein Rätsel geblieben. Ebenso,
daß er danach strebt, synchron zu balzen. Sicher ist nur, daß
er damit das Interesse aller erringt. |
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Flatterus
Kitus "Wanderus"
Erkennungsmerkmale:
Mit
Pins, Buttons und Aufnähern bepflastert,
haben
meist die schönsten oder ausgefallensten Balzorgane.
Soziales Verhalten:
Einzelgänger,
aber sehr gesellig, eventuell kleinere Gruppe,
führt
fast das ganze Jahr ein Nomadendasein
und
ist nur selten in seinem Heimatrevier anzutreffen.
Besonderheiten:
Diese
Unterart wird von den "Züchtern" ab und zu wie Edelsteine behandelt
und
bei Ausstellungen meist von allen anderen isoliert gehalten. Ansteckungsgefahr
??? |
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Flatterus
Kitus "Buggykus"
Erkennungsmerkmale:
Dreirad,
ein als Peel oder Parawing ausgebildetes Balzorgan,
meistens
im Schnellgang unterwegs.
Soziales Verhalten:
Akrobatisches
Herdentier, gesellig und für alles,
was
mit drei Rädern zu tun hat, zu begeistern.
Besonderheiten:
Fallen
meist durch die akrobatische Fahrweise auf
und
sind nur schwer zu bremsen. |
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Flatterus
Kitus "Kopierus"
Erkennungsmerkmale:
Ist
immer mit Zollstock, Zettel und Stift bewaffnet,
hält
sich meistens bei Flatterus Kitus "Tüftelkus" auf.
Soziales Verhalten:
Sehr
geselliges Tier. Ist immer bei größeren Ansammlungen von Tieren
zu finden. Ist ansonsten nie allein anzutreffen.
Besonderheit:
Schmarotzende
Unterart, bei allen anderen nicht gern gesehen. |
Flatterus
Kitus "Eremitus"
Erkennungsmerkmale:
Drachentasche,
STACK-Regelwerg in der Tasche, Walkman
Soziales Verhalten:
Einzelgänger,
sehr scheue Unterart, ist immer allein anzutreffen, außer bei Züchtertreffen
Besonderheiten:
Diese
Unterart ist immer daran zu erkennen, daß sie bei Annäherung
anderer sofort aufhört zu balzen. Ihre Balz ist sehr präzise.
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Thomas
"Hippo" Lambeck, Berlin
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